
Sektionsschiessen in Wikon und Buchs 2011
30. September 2011
Sektionsschiessen in Ruswil und Aesch 2011
20. Oktober 201146. Bauernkriegsschiessen Heiligkreuz 2011
FSG Hasle LU
Pirmin Duss (Romoos) und Konrad Emmenegger (Flühli) wurden Meisterschützen den Stammsektionen, Erwin Lustenberger, Hergiswil mit 49 Punkten Tagessieger. Die FSG Hasle sorgte für eine tadellose Organisation, Festredner Christof Böbner sprach in einer interessanten Rede über die Aktualität von Historischem.
Das schöne Wetter scheint im Moment selbstverständlich und in diesem Rahmen waren auch am Samstag beste Verhältnisse ohne Nebel auf Heiligkreuz anzutreffen. So wurde die Aufgabe für die organiserende Feldschützengesellschaft Hasle viel angenehmer und die Stimmung bei allen Beteiligten von Anfang an gut. Unter Führung von Präsident Stefan Wigger war eine tadellose Organisation mit rund 40 Helfern auszumachen. Mit 708 Schützen konnte man eine beachtliche und erfreuliche Beteiligungs-Zunahme von 45 Schützen gegenüber dem Vorjahr verzeichnen.
Morgens um 3 Uhr ging es schon los
Morgens um 7 Uhr wurde das Schiessen mit der 1.Ablösung auf den 33 Scheiben eröffnet und die ersten guten Resultate erzielt. Der eigentliche Startschuss zum Anlass fiel aber bereits 4 Stunden früher, als Ruedi Hofstetter und sein Küchenteam Erwin Brun sowie Irene und Erwin Bieri in der Küche ihre ersten Arbeiten für die Zubereitung der feinen „Suppe mit Spatz“ begannen. Für viele Schützen ist der köstliche „Spatz“ ein verdienter Lohn oder manchmal auch Trost nach dem Schiessen. Lange nachdem die andern Helfer ihren Dienst beendeten, waren die Köche noch mit Reinigung und Aufräumen beschäftigt. Die Zeigermannschaft unter Theo Röösli absolvierte ihr übliches, grosses Laufpensum (vom Unterstand zu den Scheiben) mit raschem und sauberem Zeigedienst. Im Übrigen leisteten aber auch die viele weitere Helfer rund um den Schiessbetrieb, das Schiessbüro unter der Leitung von Fred Renggli oder die Helfer rund um die Verpflegung im Festzelt wertvolle Mitarbeit.
Apéro, Schiessen, Essen, Festakt
Nachdem sich der reibungslose Schiessbetrieb dem Ende näherte, trafen sich die Ehrengäste zu einem Apéro draussen vor der Schür. Sie stimmten sich bei Weisswein oder Jus auf den gemütlichen Teil mit Essen und den Festakt ein. Einige dieser Ehrengäste absolvierten mit persönlichen Betreuern auch das Schiessen. Als Prominentester vom Militär war Oberst Philipp Achermann und vom Schiessen diverse Vertreter des LKSV, darunter auch Ehrenpräsident Renato Steffen und Franz Glanzmann anwesend. Daneben waren auch aus der Politik Nationalrat Ruedi Lustenberger sowie der Präsident der Pflegschaft Heiligkreuz, Jakob Dängeli vor Ort. Eine Kleinformation mit jungen Hasler Musikanten der BBMG Hasle sorgte wie später auch beim Festakt immer wieder für feine Unterhaltung. Nach Schiessen und Essen folgte der obligate Kaffee mit Crèmeschnitte, bevor sich die Anwesenden um 15 Uhr zum offiziellen Festakt beim 41er-Denkmal trafen. Der Präsident des BKG-Schiessens Bruno Schnider begrüsste alle Helfer, Schützen und seine Vorstandskollegen, welche vor allem im Vorfeld wichtige Arbeiten leisteten: Aktuar Christof Schnider, Kassier Heinz Zihlmann und Schützenmeisterin Anita Stadelmann. Er sprach von einem gelungenen Schiessen unter dem Vorort Hasle, unter der Leitung von Stefan Wigger habe alles bestens geklappt.
Aktualität aus Bauernkriegszeiten
Bruno Schnider hiess auch speziell Renato Steffen willkommen, welcher einen neuen Wanderpreis und die Zinnbecher für den Gruppenwettkampf spendierte. Darauf übergab Schnider das Wort an den Festredner Christoph Böbner, Agronom ETH und Geschäftsleiter vom Lawa Luzern. In seiner interessanten Ansprache warf er einen Blick zurück in die Zeiten des Bauernkrieges und erforschte die Hintergründe zu diesem Gedenkanlass auf Heiligkreuz, wobei ihm die Aktualität des Anlasses bewusst wurde. Böbner erkannte drei wesentliche Faktoren als Auslöser zu diesem historischen Krieg. Welche Bedeutung eines stabilen Finanzsystems für eine Gesellschaft hat, haben die letzten Monate in Europa eindrücklich gezeigt. Die Politik sei gut beraten, die Finanzpolitik als wesentliche Schlüsselgrösse für Ruhe und Ordnung in einem Staat zu betrachten. Als zweiten Faktor nannte Böbner die Wichtigkeit der Gewaltentrennung als Basis einer funktionierenden Demokratie. Diese verteilte Macht sei nicht selbstverständlich und gelte es auch immer wieder zu verteidigen in der Schweiz. Als dritten Faktor erwähnte Böbner den Umgang mit den Schwächeren und Benachteiligten in einer Gesellschaft. Von den Fehlern aus der Vergangenheit von damals habe man gelernt. In der Luzerner Regierung wird eine neue Kantonsstrategie vorgelegt, worin einem ausgewogenen Miteinander von Stadt und Land grosse Beachtung geschenkt wird. Es gelte dies dann auch konsequent umzusetzen.
Meistersektion FSG Flühli-Sörenberg
Nach der Fahnenübergabe an die SG Escholzmatt nahm Stefan Wigger das Rangverlesen vor. Als Tagessieger konnte Erwin Lustenberger (SG Hergiswil) mit 49 Punkten den begehrten Entlebucher Trüssel entgegennehmen. Martin Liem (SG Ennetmoos) konnte sich mit ebenfalls 49 Punkten als weiterer Meisterschütze der Gastsektionen feiern lassen. Als Meisterschützen der Stammsektionen erhielten Pirmin Duss (SG Romoos) und Konrad Emmenegger (FSG Flühli-Sörenberg) mit je 48 Punkten ebenfalls die begehrten Kopfkränze.
Meistersektion und Gewinner des neuen Wanderpreises (wie auch der Zinnbecher) wurde die FSG Flühli-Sörenberg mit guten 443 Punkten knapp vor den FS Obernau. Als bester Veteran durfte Paul Krummenacher (SG Kägiswil) mit 47 Punkten einen Karabiner entgegennehmen. Als bester Junior erhielt Adrian Eichenberger (FSG Flühli-Sörenberg) mit 47 Punkten ein Sturmgewehr. Zum Abschluss verdankte Bruno Schnider den Besuch der Schützen und den wertvollen Einsatz aller Beteiligten (besonders dem Vorort Hasle) und wünschte „Bhüet ech Gott und z lieb Heiligchrüz“.
Aus der Rangliste:
Einzelresultate (Bis 46 Punkte):
49 Pkt: Lustenberger Erwin (Hergiswil), Tagessieger, Martin Liem (Ennetmoos), Meisterschütze
48 Pkt: Pirmin Duss (Romoos), Konrad Emmenegger (Flühli-Sörenberg), beides Meisterschützen der Stammsektionen
Nur Stammsektionen (Entlebuch):
47 Pkt: Franz Schumacher (Hasle), Josef Bieri (Escholzmatt), Franz Wicki (Escholzmatt), Alex Felder (Flühli-Sörenberg), Niklaus Bucher (Marbach), Dominik Emmenegger (Hasle), Adrian Eichenberger (Flühli-Sörenberg)
46 Pkt: Anita Stadelmann (Romoos), Hanspeter Schöpfer (Schüpfheim), Markus Röösli (Flühli-Sörenberg), Armin Schmid (Flühli-Sörenberg), Florian Thalmann (Flühli-Sörenberg), Benjamin Thalmann (Flühli-Sörenberg), Silvia Bucher (Werthenstein)
Sektionen (rangiert 47):
1. SG Flühli-Sörenberg 443 Pkt
2. FS Obernau 442 Pkt
3. FSG Inwil 436 Pkt
4. SG Ennetmoos 434 Pkt
5. SV Ballwil 430 Pkt
6. FSG Hasle 428 Pkt
7. SG Romoos 422 Pkt
8. FSV Büron 422 Pkt
15. FSG Schüpfheim 413 Pkt
16. SG Escholzmatt 412 Pkt
17. SG Schachen 412 Pkt
Wappenscheibengewinner (der Stammsektionen)
FSG Entlebuch (16 Teilnehmer): Markus Haas, 45 Punkte
SG Escholzmatt (47): Hans-Werner Portmann 44, Fritz Portmann 44, Michael Zürcher 43
FS Flühli-Sörenberg (39): Adrian Eichenberger 47, Markus Röösli 46, Florian Thalmann 46
FSG Hasle (61): Franz Schumacher 47, Fred Renggli 44, Ludwig Koch 44, Josef Koch 44
SG Marbach (23): Benjamin Wigger 45
SG Romoos (15): Marianne Jenni 42
SG Schachen (22): Lukas Burri 44
FSG Schüpfheim (49): Pius Dahinden 44, Josef Fallegger 43, Flavian Schnider 42
WV Werthenstein (39): Silvia Bucher 46, Silvia Müller 43, Stefan Wicki 43